Reiseberichte

Phaic Tăn ist seit kurzem auch ein Traumziel für beherzte Individualreisende und unerschrockene Rucksacktouristen. Einige von ihnen haben uns von ihren aufregenden Reiseabenteuern berichtet und uns wertvolle Reisetipps zugesandt, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:

Ihrer Gesundheit zuliebe! (von Sven W. aus G.)
Impfungen können teuer sein, aber die meisten Arzneimittelhersteller haben übervorsichtige Verfallsdaten. Wenn Sie eine Verzichterklärung unterzeichnen, verschreiben Ihnen viele Reisekliniken billigere Medikamente. Suchen Sie sich einen freundlichen Tierarzt und handeln Sie weitere Preisnachlässe mit ihm aus.

Auf Nummer Sicher! (von Carola T. aus F.)
Warum sich die Reise von verunreinigtem Wasser verderben lassen, wenn es so leicht zu vermeiden ist? Ich nehme im Ausland immer einen Campingkocher mit ins Restaurant und koche jedes bestellte Getränk ab, sogar Bier. Sollte ich dann immer noch nicht von der Reinheit des Getränks überzeugt sein, füge ich Jod hinzu und gieße das Ganze durch einen Handfilter. Ganz einfach.

Die sanitären Einrichtungen großer Hotels nähern sich allmählich auch in Phaic Tăn den internationalen Standards an. Im Bild: Eine Toilette der Marke »East-meets-West«.


Wohnen zum kleinen Preis! (von Stefan K. aus S.)

Akzeptieren Sie nie, wirklich nie, den offiziellen Zimmerpreis. Verlangen Sie nach dem Geschäftsführer und fragen Sie nach Stand-by-Angeboten oder verbilligten Saisonpreisen. Wenn es keine gibt, erörtern Sie die Möglichkeit, besonders früh auszuchecken, was oft einen Preisnachlass von 20% bringt. Machen Sie deutlich, dass Sie auch gerne ein Zimmer ohne Fenster nehmen oder bei einer Familie mit Zusatzbett einziehen. Selbst wenn nichts davon funktioniert, wird es inzwischen Morgen sein und Sie werden kein Zimmer mehr brauchen.

In jeder größeren Stadt des Landes gibt es preisgünstige Mitwohn-Angebote in traditionellen Mehrfamilienhäusern. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um die Menschen und Sitten Phaic Tăns aus nächster Nähe kennenzulernen.


Nur nicht auffallen! (von Hanna F. aus M.)

Das ganze Geheimnis besteht darin, nicht zu wohlhabend auszusehen. Im Gegensatz zu vielen Touristen, die mit Videokameras und Schmuck herumprotzen, gebe ich mich wie eine bettelarme oder verkrüppelte Frau mit trockenem Husten und ungewaschenem Haar. An besonders gefährlichen Orten mache ich mir manchmal sogar gut sichtbar in die Hose. Auch wenn Sightseeing mit Krücken ein wenig länger dauert, wird man so wenigstens nicht zur leichten Beute.

Der Weg ist das Ziel! (von Peter K. aus L.)
Für Touristen, die teure klimatisierte Taxen nehmen und aus getönten Scheiben auf die Welt blicken, habe ich nur Verachtung übrig. Für mich gilt: Je traditioneller und volksnäher ein Gefährt, desto besser. Ich habe mal einem Bauern mit nur einer Lunge 500 P bezahlt, damit er mich auf seinem Cyclo den Phahoc hochstrampelt. Zugegeben, wir brauchten für die 5 km lange Strecke länger als ein Taxi, aber dafür habe ich während unserer 3-tägigen Fahrt das echte Phaic Tăn kennen gelernt. Unbezahlbar!

In den letzten Jahren wurde das öffentliche Verkehrssystem in Bumpattabumpah durch moderne Buslinien ergänzt.


Safety first! (von Martina E. aus G.)

Mit seinen sorglosen Touristenmassen ist Bumpattabumpah ein Paradies für Kleinverbrecher, besonders für Motorradfahrer, die die »Wegreiß«-Methode praktizieren: Mit einem Komplizen auf dem Sozius fahren sie durch die Straßen und reißen arglosen Fußgängern die Taschen weg. Ich stecke mein Geld, meine Kreditkarten und meine Kamera daher immer in Kondome und verschlucke sie, bevor ich das Hotel verlasse.

Hände weg von Prostituierten! (von Gerd S. aus E.)
Prostitution ist nicht nur moralisch abstoßend und frauenfeindlich, sondern auch völlig unnötig. Zu mir waren die Barmädchen von Bumpattabumpah immer schon erstaunlich freundlich. Neulich kam ich mit einer jungen Kellnerin ins Gespräch, die meine Gesellschaft offensichtlich so genoss, dass sie unbedingt noch auf einen nennen wir es mal »Gutenachttrunk« mit ins Hotel kommen wollte. Trotz der Sprachbarriere verstanden wir uns auf Anhieb, und ich war wirklich traurig, als Sindy am nächsten Morgen ging, auch wenn mir keine Zeit für Abschiedsschmerz blieb, weil ich gerade Kreditkarte und Brieftasche nicht finden konnte und Anzeige erstatten musste.

Ein zwangloser Verwöhnurlaub im chicen 5-Sterne-Hotel Shangri-La in Tan Gah. Sepp H. aus O. genießt die kultivierte Atmosphäre der eleganten Luxusunterkunft.



Selbstverständlich erreichen uns auch Zuschriften von Luxusreisenden, die begeistert von den Annehmlichkeiten und dem exotische Flair international renommierter 5-Sterne-Hotels in Phaic Tăn berichten:

Sepp H. aus O. schreibt:
In Tan Gah steige ich grundsätzlich im Shangri-La ab, wo mich das Personal schon kennt. Eigentlich nicht verwunderlich, schließlich sind meinetwegen schon einige unverschämte Mitarbeiter gefeuert worden. Besonders gut gefällt mir, dass das Shang so autark ist: Das Hotel ist praktisch eine Stadt für sich, mit Geschäften, mehreren Restaurants, einer Klinik und sogar einem eigenen Gefängnis. Die Zimmer sind groß, und man fühlt sich in ihnen ganz wie in Europa. Wäre da nicht der Geruch, könnte man glatt vergessen, dass man in Phaic Tăn ist. C´est magnifique!


Falls auch Sie über Ihre Urlaubserlebnisse in Phaic Tăn berichten wollen, dann schreiben Sie uns! (Adresse siehe Reiseführer.)

     
  Textauszug aus Phaic Tăn, Land des krampfhaften Lächelns, Heyne Verlag
© Verlagsgruppe Random House GmbH